Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
403
Einzelbild herunterladen
 

getragen, aber ein anderes Gespenst zeigte sich. Brosimachte mehrere Versuche zu einem Häusertausch, aberNiemand wollte sein Haus übernehmen, in dem dasApothekerrösle nächtig als Geist umgehen sollte.

Noch lange nach seinem Tode plagte es die In-sassen durch diesen Aberglauben.

Brosi und Moni fanden sich aber doch nur wenigdavon beunruhigt. Zwar kam Brosi immer früheraus der Gipsmühle nach Hause, um seine Frau nichtallein zu lassen, und wenn er die Stunden anrief, be-gann er vor seinem Hause den frommen Sang, umes damit zu beschirmen und bald fanden die beidenEheleute, daß sie für ihre ganze Lebenszeit Raum ge-nug im Hause hatten, gehörte ihnen ja jetzt erst dieStube zu eigen, und die wohnliche Bühnenkammerwar fast überflüssig.

Friedlich aber stille war's diesen Winter im Hause.Der Tod des Apothekerrösle brachte doch auch für dieganze Kriegszelt einen Segen über das Haus, cs wurdeHeils aus Aberglaube, theils aus Rücksicht, ferner mitEinquartirung übergangen.