Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
393
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den er alsbald zum Munde führen wollte, was dieMutter indeß abwehrte und der kleine Schelm verstandes schon, den Apfel auf den Boden fallen zu lassenund lachte herzlich da die Mutter mit liebkosendemSchelten ihm solchen stets wieder aufhob.

Wie er so herzlich lacht," jauchzte Brost und dieMutter behauptete, er könne noch viele Kunststücke,aber sie brachte ihn nicht dazu, daß er jetzt eines davonpreisgab.

Brost legte der Großmutter ein Täfelchen Schoko-lade auf das Bett und bemerkte frohlockend, er habees in Erinnerung behalten, daß sie einst dieses Getränkelobte; aber das Apothekerrösle kehrte sich nicht umund sagte nur:Ich mag keinen, trink du ihn, ichnehm's für genossen an." Brosi biß auf die Lippenaber Moni winkte ihm beschwichtigend und staunte nunüber das schöne Obst, das er auf dem Tische aus-schüttcte, wobei sie nicht vergaß, hinzuzusetzen, daß sieihm die schönsten Zwetschgen aus dem Garten aufge-hoben habe und zuletzt gab es noch großen Jubel alsBrosi Wollzeug zu einem Sonntagskittel aus einemverschnürten Papiere auspackte.

Es wär' nicht nöthig gewesen, aber es freut michdoch und doppelt, und daß du so an mich denkst freutmich," äußerte Moni.

Da die Mutter sich noch immer theilnahmlos ab-wendete, zeigte sie dieMitbring" dem Kinde undsagte:

Guck, das hat dein Vater mitbracht, dein Vaterist ein braver Mann, werd nur auch so. Streiche!