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dann der Schwiegermutter einen so treuherzigen, sonn-tagsfreudigen „guten Morgen," daß selbst diese verbosteHere freundlich sein und mit ihrer Unterlippe einPfännchen machen mußte. Hemdermelig wurde dieMorgensuppe verzehrt und so gewiß als die Glocketönt, mußte ihm jedesmal während des dritten Ge-läutes Moni helfen den langen blauen Rock anziehenund ihm den dreispitzigen Hut nebst Gebetbuch dar-rcichcn. Brost ging in der Regel Morgens in dieKirche und Moni Nachmittags. Nur in seltenen Fällenund bei besonderen Feierlichkeiten gingen sie mit ein-ander. Brost ging doppelt gern in die Kirche, weilein Endringer hier Pfarrer war, und wenn eines denPfarrer lobte, vergaß er gewiß nie hinzuznsetzen: „Ja,er ist eben von Endringcn. Wir sind aus Einem Ort."Brost war ein frommes, gläubiges Gemüth und hatteeben darum wenig damit zu schaffen, er that seinePflicht, glaubte was vorgcschricben ist und war sicher,einst eine selige Urständ zu finden. Er stand in einemunausgesprochenen Einverständnisse mit dem Schul-lehrer, und so oft dieser die Intonation vollendet hatte,stimmte Brost mit mächtiger Stimme den Gesang an;er war in den Kirchenliedern nicht minder bewandert,wie in Liebes- und Schelmenliedern und war imStande einen ganzen wankenden Chor aufrecht zu er-halten. „Mir nach!" sprach dann seine aufrechte Hal-tung wenn er sich erhob, und die Leute ließen es darobnicht an wirklichem und übertriebenem Lob fehlen,worauf er oft seinen Spruch hervorbrachte: „MeinMann ischt koanr." Mit seligen Hoffnungen und Ver-