Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
359
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Das Ziehen im Thale war dann nur noch ein Kin-derspiel, eine halbe Arbeit, und so oft er ausschnaufte,pfiff er einen lustigen Ländler dabei.

Die rechte Freude kam aber doch immer erst, wenner mit sinkender Nacht heimkehrte und mit seiner Monidie gebackenen Schupfnudeln oder gebrägeltcn Kartoffelnaus der Pfanne, und seltsamer Weise wurde derSack Mehl, den der Gipsmüller geschenkt hatte, kaummerklich leerer. Moni mußte einen Haussegen haben,der ihr dazu verhalf, wenn sie auch Schwarzmehl odersogar Kleie unter das geschenkte Mehl schüttete dieSchupfnudeln waren offenbar dunkel das Mehl wardoch wunderbar ausgiebig. Moni hatte während desEssens immerdar sehr viel zu erzählen und ließ ihrenMann fast gar nicht zu Wort kommen. Dieser merktewohl, daß sie darum so viel sprach, um ihm Gelegenheitzu geben, den größeren Theil des Essens zu verzehren,denn sie hielt oft die Gabel leer oder gefüllt langeunbewegt vor dem Munde; Brosi hörte ihr ruhig zuund that ihr den Willen sich ihrer Gutherzigkeit freuend,er nickte meist nur mit dem Kopfe, aber wenn ermerkte, daß er seinen gebührenden Antheil hatte, legteer die Gabel nieder und sagte:

So, Gottlob, jetzt du voll aus," und da halfkeine Widerrede mehr; Moni durfte nicht aufstehen,bis sie rein aufgegessen hatte und unter steten Betheue-rungen, daß sie nicht mehr weiter könne und untervielem Lachen mußte sie ihm doch willfahren.

Mit dem Schindelnmachen ging es seit Beginn derHolzfuhren nur lässig, denn Brosi war in der That