Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
347
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sprechen. Ich nehm euch Alle zum Zeugen, da schwör'ich's: So laug mir der oberste Musikant da zu aller-höchst oben Leben und Gesundheit schenkt, tanz ich jedeKirchweih. Schwör du das auch Moni, thu's, ich bittdich drum."

Ja, ja, ich schwör's auch," rief Moni und reichteihm die Hand und die Musikanten wirbelten einen Tuschund hefteten gleich einen lustigen Hopser dran. AlleGäste, denen Brosi und Moni das Geleite geben mußten,um von ihnen das übliche Geldgeschenk zu empfangen,betheucrten, noch nie eine so lustige Hochzeit mitge-macht zu haben und der beste Beweis, daß Allesglücklich und zufrieden war, lag darin, daß Moni imGeheim ihrem Manne in's Ohr sagte, sie hätten jetztneben dem Sack Mehl und anderem schon dreißigGulden baar über die Hochzeitskosten eingenommen.

Hast's gezählt?" fragte Brosi.

Ja, ich Hab' Alles ungesehen abgezählt, eh ich'ö inSack than Hab; da rechts Hab ich achtzehn und da Habich sieben und zwanzig Gulden. Wir kaufen dem Be-ständer unser Küh'le ab, und es ist gar ein brav Küh'le,das wird 'das beste sein."

Ja, ja," sagte Brosi, und rieb sich vergnügt dieHände, er sah schon jetzt wieder deutlich, was für einehäusliche" Frau er hatte.

Nachdem die Braut gestohlen und dann wiederausgclööt worden war, ging die Lustbarkeit von Neueman. Brosi sprach im Geheimen von: Heimgehen, aberMonika hatte noch manche Leute im Auge, die nochkein Geschenk gegeben hatten, deren Weggang mußte