Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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gemacht, daß noch mehr nachstürzen mußte und derBach immer eigensinniger sich nach dem linken Uferdrängte, um den Garten der Wittwe zu verschlingen.Ohne ein Wort von seinem Vorhaben zu sagen, begannBrosi in den abendlichen Feierstunden Steine aus demBett des Baches zu wälzen und zu meißeln und baldzeigte sich was es werden sollte; eine durch vorge-schobene Reisigbündel gesicherte und in's Halbrundgesetzte Schutzmauer zog sich längs des Gartens hinund ein sogenannter Sporn, ein nur dem Kenneraugesichtbarer Erdaufwurf im Bette des Baches drängteden Strom nach dem jenseitigen Ufer hin. Brosiärgerte sich oft, daß ihm Monika noch immer keinbesonderes freundliches Wort gab; er wußte ja nicht,daß sie fest darauf hielt, man dürfe einen Menschen,der ein gutes Werk thue nicht dabei berufen. Einmaljedoch konnte sie sich nicht enthalten, bei ihm stehenzu bleiben und schnell rief Brosi sie festhaltend:

Jetzt sag, jetzt sag einmal, Hab ich's nicht bravgemacht?"

Ja, die Mauer ist brav."

Du weißt wohl, daß ich das nicht mein. Verdien'ich gar keinen Dank, daß ich so schön gefolgt Hab undbin aus eurem Nonnenklösterle fort, wie du michgeheißen hast?"

Ich weiß nicht was du meinst, ich versteh keinWort," entgegnete Monika mit so treuherzig unwissen-der Miene, daß Brosi sie anstarrte und sie setzte hinzu:red' deutsch, daß man dich auch verstehen kann. Inwelchem Kloster bist denn gewesen?"