Jetzt war keine Täuschung mehr möglich und „Jn'sTeufels Namen was ist das?" rief Brost auffahrend.
„St! Stille! Ich will dir was sagen," er-widerte eine leise Stimme.
„Wer ist denn da?"
„Ich bin's, die Monika. Komm' da her an dieThüre, aber thu' leise, ich will dir was sagen."
„Mach die Thür auf, dann kannst besser reden undich kann sehen wer es ist. Mach die Thür auf oderich stampf sie ein."
„Ich bitt dich, thu leise" bat die Stimme draußenwieder „ich mach nicht auf. So kann ich besser mitdir reden, und wenn dir dein Leben lieb ist, hör mirruhig zu und Polter nicht und pockel nicht und seiganz still."
„Was willst denn, wenn du die Monika bist? Wenndu 'rein willst mach auf. Was willst denn vorherausmachen?"
„Red nicht so schlecht. Eben deswegen komm ichja. Was mein' Mutter vorhat, ich weiß nicht undwill's nicht wissen. Es ist mein' Mutter, ich darf nichtschlecht von ihr denken und thu du's auch nicht. Guck,ich lieg da vor der Thür auf den Knieen und hebmeine Hände zu dir auf und bet' wie man zu Gottbetet. Brost, du bist ein braver Mensch gewesen undich auch... und wenn dir deine eigene Ehre lieb istund die von einem armen Mädchen auch — Brost,thu mir den einzigen Gefallen und bleib nicht mehr imHaus, kein' Minut, kein' Stund mehr. Ich bitt dich,nimm deine Stiefel in die Hand und geh leise herunter,