der Brest so wild und so melodienlos in seinen Kübelund zankte noch mit den lässigen Speisbuben.
Das Wetter hatte sich gewendet und es goß beständigin Strömen herab, so daß die Arbeit noch überdießeine wenig freudige war. Durchnäßt, frierend undhustend (denn seit der Hochzeitnacht fühlte er stetseinen stechenden Schmerz auf der Brust) ging Brostam Morgen und am Abend ungegrüßt über den Steg.Der Forlenbach, der sonst in den hohen Sommermonatenoft so trocken war, daß eine Katz hinüberlaufen konnte,schwoll durch den anhaltenden Regen immer mehr anund wälzte seine braunen Wellen wildrauschend überdie Felsen. Brost stand einst auf dem schon schwan-kenden Stege still und wünschte sich, daß die Wellenden Steg jetzt fortrifscn und ihn selbst mit verschlingenmöchten. Es kamen Tage, in denen der Regen nachließ,aber weiter im obern Gebirge mußte er noch anhaltendsich ergießen, denn der Bach wurde immer höher undbrachte ganze Baumstämme mit, die von den Uferbcwoh-nern mit Hakenstangen, sogenannten Geisfüßen, als guteBeute eingezogen wurden. Eines Morgens kam Brostan den Steg und schaute verwundert um sich, er kanntedie Gegend kaum mehr, da war keine Spur des Stegesund weit hinein in die Wiesen floß das Wasser undschwemmte das in Schochen zusammengerechte Grummetmit sich fort. Während Brost noch umschaucnd dastand,sah er am jenseitigen Ufer im Grasgarten des Apothcker-rösle die Monika, er öffnete den Mund, aber noch eheer ein Wort hervorbrachte, rief ihm die Monika so lautzu, daß er es trotz der rauschenden Wellen hören konnte: