Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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Zweites Kapitel.

Auf dem Stege schaute Brosi hin und her aberNiemand grüßte ihn und hadernd mit sich selber undübernächtig von der tollen Lust that er seine Arbeit,voll Reue, daß er sich dazu hatte verleiten lassen,sein mühsam Erworbenes im Trotze zu verschleudern,darüber ihn die fetten Bauern gewiß noch hinterdreinauslachten.

Viele Tage sah Brosi nichts an dem Hause desApothekerrösle und nur das war ihm erwünscht, daßer an jenem Abende nichts mit Monika angeheftelthatte, er konnte nun um so freier in die Welt ziehen,aber sparen mußte er, mehr als je, denn die Hochzeithatte den größten Theil des Reisegeldes aufgezehrt.

Wenn Brosi gut aufgeräumt war, freuten sich deßbesonders die Speisbuben, die den Mörtel auf dashohe Gestelle zu tragen hatten, denn wenn Brofi'sKübel leer war, trommelte er immer so lustig in dieHöhlung, daß es gar nicht wie eine harte Mahnungklang und fast tanzend kletterten die Speisbuben diehohen Leitern hinan und verwechselten den leeren Kübelmit einem vollen. Seit mehreren Tagen aber klopfte