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3 (1853)
Entstehung
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darnach verlangt und der von dem sie es gewünschthätte, war schlecht und stolz und gab sich doch zumHansnarren her.

Das dachte aber Brosi nicht, er hätte gerne immeraufgeschrien vor Lust, aber seine sonst unangreifbareKehle schien nicht mehr mitthun zu wollen, so sehr erihr auch mit kaltem und warmem Wein zusprach; erballte jetzt oft still die Faust vor innerer Seligkeit.

Es war tief in der Nacht, da sagte Brosi, daß eram Morgen wieder an die Arbeit gehe und sich mitdem Hammer einen Hopser und mit der Kelle einenSchleifer spiele, da trat der Hochzeiter auf ihn zuund sagte:

Was hast denn Taglohn?"

Zehn Kreuzer" erwiderte Brosi, denn so niederstand zu selbigen Zeiten noch der Taglohn.

Ich geb dir das Doppelte" ries der Hochzeiterda nimm, du mußt da bleiben und die Lustbarkeiterhalten. Da nimm."

Die Mädchen kamen wieder und bestimmten Brosidoch einzuwilligen, da sprang er auf und rollte dieAugen so wild, daß die Mädchen scheu vor ihm zurück-wichen, er nahm einen sauer verdienten Kronthaleraus dem Beutel warf ihn den Musikanten zu und rief:

Aufgespielt! Die Schmalzbauern meinen, sie könntendie Lustigkeit auch kaufen, sic geben einen guten Taglohnfür einen Lustigmacher. Dreidutzend Juchhe um einenGroschen," schrie Brosi mit plötzlich wieder hell gewor-dener Stimme,Aufgespielt! hellauf! Weg da, Hoch-zeiter, weg, oder dein' Hochzeit ist dein Tod."