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3 (1853)
Entstehung
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die Behauptung Einsprache zu erheben, daß man dieSache zu weitläufig behandle. Der Schultheiß vonRettinghausen, der gleich Anfangs sich für ein Schuldigentschieden hatte, erklärte jetzt, daß dieses genaue Er-örtern doch einem erst die Augen öffne und jene selt-same Seelenstimmung trat in Vielen zu Tage, woman bald mit Bestimmtheit ein Schuldig auösprechenmöchte, bald zweifelvoll ist und wiederum ein Nicht-schuldig sich Herausstellen will.

Der Schultheiß erwarb sich das Lob eines guther-zigen Menschen, da er darlegte, daß man sich nicht,um zeitig zu seinem Mittagessen oder zu seinem Schoppenzu kommen, verleiten lassen dürfe, über das ganze Lebens-schicksal eines Menschen rasch den Stab zu brechen.

Dicthelm wurde staunend angesehen, als er sagte,ihm gehe es jetzt, wie ihm der Doctor von G. einmalerzählt habe. Als dieser zum Erstenmal von der Ana-tomie kam, sah er immer nichts als ausgeschnitteneMenschen vor sich, und so gehe es ihm jetzt auch.

Als endlich am dritten Abende die Verhandlunggeschlossen wurde und die Geschworenen sich mit denFragen zurückzogen, war Dicthelm froh, daß er nurVorspann gewesen war und Zurückbleiben durfte. DieGeschworenen kamen bald zurück. Der Schultheiß vonRettinghausen war Obmann, und erklärte die beidenAngeklagten für schuldig.

Als die Verbrecher abgcführt wurden, machte sichDicthelm rasch davon, aber unversehens war er anden Unrechten Ausgang gekommen, und sah plötzlichden Landjäger mit blosem Schwerte hinter sich. Glück-