Erledigung heim gemacht hatte, brannte wie beimScheibenschießen ein Jeder seine Kugel los. Manerzählte sich, daß der Steinbauer das Gerücht verbreitethabe, er werde jeden unbedingt für schuldig erklärenund darum werde er stets abgelehnt werden und könnedaheim ansdreschen. Dicthelm fand in dem Schultheißvon Nettinghausen und in einem jungen Manne zierlichenAngesichtes, cs war der Gemcindeschrcibcr von Ncindorf,fertige Beihülfc, die mit ihm die Gewissenlosigkeit undNiedrigkeit eines solchen Gebarens brandmarkten undschon jetzt zeigte sich die unverwüstliche Ehrenhaftigkeitdes Volkscharakters, die nur der rechten Erweckungbedarf, ein Jeder bctheuerte mit aufrichtigen Worten,daß er sich nicht um Vieles von einer so schönenEhrensache losmachen möchte und wenn nur die Schwur-gerichte besonders zur Winterszeit wären, möchten sieimmer dabei sein.
Das Gespräch verlief sich nach allen Seiten, undDiethelm ärgerte sich, daß von seiner Rede bei Eröff-nung des Schwurgerichtes gar keine Erwähnung ge-schah; er war nicht der Mann, der eine glorreichvollbrachte That gerne unbeachtet sah. Nach Tische hatteer indcß die Gcnugthuung, daß sein Schwiegersohn, derals Assessor bei dem Gerichtshöfe war, zu ihm kamund sich zu ihm setzte und bald drängte sich eine großeMenschenmenge aus allen Gegenden zu ihm, theils alteBekannte, theils neue, die ihn wegen seiner ergreifendenRede kennen lernen wollten. Diethelm klagte indcßseinem Schwiegersöhne, daß ihn die Sache doch mehrangreife als er erwartet habe, und besonders das lange