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Beginnens, der Geist der Wahrhaftigkeit schwebte dar-über.
Diethelm sprach den Eid, und wie er die Handemporhob, fühlte er's, wie wenn eine unsichtbare Machtseine Hand faßte, er senkte sie nicht, bis er sich nieder-setzte und jetzt erst eine Müdigkeit fühlte, als wärenihm die Kniee zerbrochen.
Auf der Angeklagtenbank saßen zwei junge Männerdes Complott-Diebstahls beschuldigt. Der verlesenenAnklage gemäß erschien dennoch der eine mehr alsVerführter. Der Staatsanwalt begründete in scharf-sinniger Weise die Anklage, seine Stimme hatte etwaszitternd melancholisches und dieses sowohl wie seineBeweisführungen hatten so viel Bestimmendes, daßder Nachbar Diethelms, der Schultheiß von Retting-hausen, ihm zuraunte: Die sind schuldig. Diethelmantwortete nicht. Mit eingekniffenen Lippen und weitaufgesperrtcn Augen betrachtete er die Angeklagten,diese finster blickenden Augen, die nur bisweilen zuckten,diese starren Züge, diese in einander gelegten Hände,diese Gestalten mit ihrem ganzen Leben sind in fremdeGewalt gegeben. Dort hinter den Angeklagten sitztder Landjäger, das gezückte Schwert erhoben. Wie esso gierig blinkt! Das ist das Schwert der Gerechtigkeitüber den Angeklagten schwebend. Immer und immermußte Diethelm denken, wie es diesen Menschen zuMuthe ist, wie die Blicke der Anwesenden sie treffenmüssen wie scharfe Schwerter, er konnte diese Gedankennicht los werden, bis er endlich die Hände zusammenpreßte, ein Schauer durchrieselte ihn und zum Ersten-