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Franz war wie gesagt, während des Badcaufcnt-haltes noch nie zu rechter Freude gekommen, sic fühltesich nicht recht heimisch in diesen Umgebungen, sic hattezwar die Bauernhaube abgelegt, die kaum zu bewälti-genden Haarflechten aufgenestelt und sich einen farben-schillernden Sonnenschirm angeschafft, aber erst durcheinen Geistlichen erhielt sie eine gesellschaftliche Firmelung.Ein junger Missionär aus der Schweiz, der in einemzierlichen Rollwagen umhergeführt wurde, war baldder Schützling aller Frauen und Mädchen, auch Fränzwurde durch eine priesterlich zuvorkommende Ansprachein seinen Kreis gezogen und verlor bald jede äußereSchüchternheit, indem sie gleich den Uebrigcn, demKranken, der noch dazu ein geweihter Priester war,sich dienstgefällig erwies. Die Hülflosigkeit des Krankenließ jede Scheu verschwinden, man durste ihm die Handreichen und gefällig sein wie einem Kinde. Der jungeMann, ein wirklich eifervoller Priester mit feinemblassen Antlitze, das durch die beständige weiße Hals-binde noch gehoben wurde, war eine anziehende Erschei-nung und sein brennendes Auge, das er wundersam zuheben und zu senken verstand, zeugte von inneremFeuer, das auch hervorbrach, wenn er au stillen schat-tigen Plätzen dem Frauenkreise vorlas. Er hatte einewohltönende in's Herz dringende Stimme. Fränzhatte in der Stadt die Kunst gelernt, Pantöffelcin zubrodiren und sie saß nun mit den anderen Frauen mitihrer Arbeit um den heiligen Mann und hörte dieergreifenden Vorlesungen und eifervollen Vorträge, sieverstand es wie die anderen mitunter aufzuschauen,