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3 (1853)
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nehmen wollen und meine Finger sterben mir ab.O gerechter Gott, was machst du aus uns? GerechterGott, was soll aus uns werden?"

Diethelm suchte zu trösten so viel als er vermochte,er wollte jetzt leugnen, daß ihn friere und behauptete,die Wunde an seinem Arme sei noch nicht völlig ge-heilt, da faßte ihn Martha gerade an der wundenStelle, daß er laut aufschrie, sie aber sagte:

Gesteh ehrlich, beichte, nur mir sag's, nur mir,woher du das hast. Der Doctor hat immer gesagt,das sah aus wie ein Biß von einem Menschen. Werhat dich gebissen?"

Diethelm hatte Geistesgegenwart genug, seine Frautapfer auszuzanken mit dem Zusatz, daß wenn sie nochein einzig Mal von todten Schwurfingern rede, er sieauf immer verlasse, möge daraus werden was da wolle.

Martha schwieg, aber ihre schweigend trauervollenMienen, ihr stilles stundenlanges Betrachten der ab-gestorbenen Finger sagte Diethelm was sie für sichsinne und was sie von ihm denken möge.

Als das Haus gerichtet war und der bänderver-zierte Tanncnbaum vom Giebel prangte, machte sichDiethelm mit den Seinen auf nach dem Wildbad, diewarme Quelle sollte Diethelm von seinem Frost undder Wunde heilen, und sollte die todte Hand Martha'öneu beleben. Am hoffnungsreichsten aber war Franz,sie bedurfte der warmen Quelle nicht, ihrer harrtedort der Rautenkranzsohn und, nicht zu vergessen, auchder Amtsverweser.