242
So unverhofft als die Verlobung geknüpft war,ebenso sollte sie auch zerrissen werden.
Mit dem Abschiede vom Militär hatte Mundehcimkehren wollen, setzt rannte er dahin wie aus derWelt verstoßen, er wußte gar nicht, wohin er sichwenden sollte. Die blüthendnftigen Bäume standen sostill selig im Sonnenschein und ließen die Bienen inihren Blüthenkelchen sich erlaben, die Vögel sangen sowonnig und Alles freute sich des Daseins, nur seinHerz war zum Tode betrübt. Stundenlang war erunaufhaltsam gerannt, immer vor sich hin fluchend undAlles verwünschend; als er setzt durch das Dorf Breit-lingen schritt, stand er vor dem Wirthshause still,suchte in allen Taschen nach Geld und fand in derThat keinen Heller; mit einem selbstverachtenden Lachenschritt er weiter und legte sich draußen vor dem Dorfeunter einen blühenden Birnbaum am Wegrain. BeimNiederlegen gedachte er der schönen Kleider die eranhattc und er schämte sich derselben, sie waren vonDiethelm's Geld und Fränz hatte sie ihm gegeben. Erwollte nur noch heim, den Brandstiftern die Kleidermitsammt der Trau*) schicken und dann fort, weitfort.
Die Bienen summten und schwirrten im Baumeund Munde spielte mit dem Brautringe, den er vomFinger gezogen und ein abgerissener Klang aus demalten Liede vom Teufel, der die untreue Braut holt,zog Munde durch den Sinn:
Vkrlobungsgcschenk.