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Eine große Menge Menschen hatte sich um dieStreitenden versammelt, Diethelm hatte sich rasch ent-fernt und Munde riß sich von seinen Kameraden losund mit geballten Fäusten und schäumendem Mundeeilte er nach dem Rautenkranz. Fränz mußte ihmGenugthuung verschaffen für die unerhörte Schmach,die ihm der Vater angethan, und dann mußte sie nochzur Strafe ihren Vater verlassen, Nichts von seinemSündengute annehmen, und er wollte Tag und Nachtarbeiten, um sein Brod in Ehren zu verdienen. Alser in die Wirthsstube trat, sah er Fränz, die Hand inHand neben dem Rautenwirthssohne am Tische saß.Sie heftig schüttelnd, fuhr er auf:
„Lumpenpack! Hnndebagage seid ihr Alle. Da sitzstdu bei einem andern, dieweil dein Vater mich voraller Welt beschimpft." Der Zorn gab ihm plötzlichhöllische Gedanken ein und er fuhr fort: „Du hastmich aufgestiftet, ich soll deinem Brandstifter-VaterWiderpart thun und ihn hast du aufgestistet, daß ermich beschimpfen soll, damit du mich loö wirst. Duhast schon einen andern. Jetzt seh ich, du bist dasschlechteste, ich kann's gar nicht sagen was. Aber wartenur, du hast mir selber gesagt, was du von deinem Vaterweißt, verflucht ist dein ganzes Haus. Ich will nurso lang leben, bis du mit deinen Kindern vor meinerThüre um Brod bettelst. Ich bin froh, daß ich nim-mer so schlecht bin und von eurem Sündengut wasmag. Fresset's allein und ersticket dran."
Fränz stieß den Munde weit von sich und erstürmte fort die Stadt hinaus der Heimath zu. —
Auerbach. Dorfgeschichten. 3. Band. 10