Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
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alten Schäferle. Vom Waldhorn herab, das glänzendin die Nacht hineinschimmerte, klangen bisweilen nochverlorene Töne, hier war Alles einsam und dunkel.Das Haus des alten Schäferle stand am Ende dersogenannten Lustgasse, die heute mit doppeltem Rechteso hieß, denn der Wirbelwind tanzte gar lustig mitdem Schnee und machte sich selbst Musik dazu. DieHausthüre war offen, Diethelm schritt durch den Haus-flur, der zugleich Küche war, in die Stube, auch hieröffnete sich die Thüre, aber Niemand regte sich, nurder Paßauf kam still herangeschlichen und Diethelmfühlte erschreckt die kalte Schnauze an seiner Hand.

Ist Niemand daheim?" rief Diethelm jetzt laut.

Ja freilich," ertönte eine dumpfe Stimme. Deralte Schäferle auf der Bank hinter dem Tische rauchteeinsam und die Pfeife im Mund haltend fuhr erfort:

Ich weiß, warum der Diethelm kommt, aber erkann unverrichteter Sache wieder fort gehen."

Diethelm setzte sich auf die Bank und redete demalten Manne zu, seinen einfältigen Haß fahren zulassen und glücklich zu sein mit den Glücklichen.

Der alte Schäferle antwortete nichts, legte diePfeife auf den Tisch, ging nach dem Schranke, brachteeinen weiß eingebundenen Pack und legte ihn auf denTisch, auf den ein schräger Mondstreif fiel.

Wenn du das nimmst, geh ich mit," sagte er.

Was ist's denn?" fragte Diethelm.

Mach'ö auf."

Diethelm öffnete und schrie laut auf, daß der