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Franz suchte die ungemein erregte Mutter zu be-ruhigen, so gut sie konnte, aber noch im Schlafe schrieMartha oft wild auf und warf sich im Bette hin undher. —
Diethelm war indeß mit triumphirendem Stolze insein Gefängniß zurückgekehrt. Von aller Unthat warkeine Erinnerung in ihm, er gedachte nur seines Sieges,wie es ihm gelungen war, sich so hinzustellen, daß derRichter ihm fast Abbitte thun mußte. Seine Verthei-digung war nun festgegründet, dort stand sie verzeichnetund konnte nicht mehr ausgclöscht werden. Diethelmfreute sich über sich selbst, er hatte gar nicht gewußtund erst jetzt erfahren, welch' eine Macht ihm inne-wohnte. Du wärst ein großer Mann geworden, sagteer sich, wenn du auf dem rechten Platze stündest, eshaben Andere schon viel Aergeres gethan und sind dochruhmvoll durch die Welt gegangen. Jetzt fang' ichdas Leben von vorn an. Ich will ihnen zeigen, werder Diethelm ist.
Der Amtsdiener, der das Gewünschte Diethelmübergab, freute sich ob seines Frohmuthes und erklärteschlau:
„Ich Hab' euch nur wie einen gemeinen Verbrecherbehandelt, damit man kein Mißtrauen in mich habensoll, weil wir so nah verwandt werden. Ich hab'swohl gewußt, daß ihr ein unschuldiger Ehrenmannseid, auf den wir stolz sein können. Im Gesicht vomAmtsrichter ist deutlich geschrieben gestanden: der istfreigesprochcn. Es kann noch ein paar Tag dauern, abergewiß ist's, da verlaßt euch drauf. Ich versteh' das."