Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
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Verbrennen der Hppotheke nichts schadet, sie ist imHppothekenbuche eingetragen, aber die Staatspapieresind verloren und diese hätte ich doch gewiß leichtgerettet, wenn ich den schlechten Gedanken an Anzün-den nur eine Minute gehabt hätte."

Als der Amtsverweser erklärte, daß man die Num-mern der Staatspapiere, die der Kastenverwalter nochin seinem Buche verzeichnet hatte, in den Zeitungenbekannt machen und die etwaigen Besitzer bei Vermeidungder Amortisation auffordern werde, da sagte Diethelm:

Was das ist, ich weiß es nicht, ich frag auchnicht darnach, es wird sich Alles zeigen; wie esscheint, glaubt man mir ja nicht mehr." Und das, daßman ihm das Wahrhafte an seinen Angaben bezwei-felte, gab Diethelm immer mehr den Muth mit kecker,heraus fordernder Zuversicht -aufzutrctcn. Zuletzt faßteer seine Aussagen dahin zusammen, daß er mindestenszehn Stunden abwesend war, als der Brand ausbrach,daß er gerade jetzt in der besten Lage war, da er nichtnur einen schicklichen Verkauf machen konnte, sondernauch durch den Tod seiner Stieftochter ihm eine reicheErbschaft in's Haus kam, er habe daher nach derHauptstadt reisen wollen, um den Handel abzuschließen,und seine Fränz heimzubringen, damit die Mutter inihrem Schmerze doch auch ein Kind um sich habe.Dem Vorhalten, daß er über den Aufenthalt Medardswidersprechende Aussagen gemacht, und wohl mit ihmim Einverstande gewesen sei, setzte Diethelm die Vc-theuerung entgegen, daß er im Gegentheile dem Knabengesagt habe, der alt' Schäferle möge zu seinem Sohne