Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
163
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die Mutter bat, sie nicht zu verlassen, sie könne nichtmehr allein sein. Plötzlich kniete Franz vor der Mutternieder und sah nach, ob sie warme Füße habe, siesprang rasch auf, als sie fühlte, wie dieselben eis-starr waren, sie klingelte nach Branntwein,aber rasch,rasch" befahl sie, und es war ihr eine freudige Buße,als sie nun der Mutter die Füße wusch und rieb.Die Mutter ließ Alles mit sich geschehen wie ein Kind;sie schlürfte dann den warmen Wein, den ihr Franzan den Mund hielt, und mit schmerzlichem Lächelnsagte sie nach jedem Schluck:Ah, das thut gut.

Versuch's nur auch Franz," Franz nippte, und dieMutter sagte wie halb träumend:

Du bist so schön geworden, Fränz, und siehst michso getreu an, so, so, so Hab' ich dich lieb. Wenn nurder Vater auch so was Gutes hätt', und wenn erdich nur auch sehen könnt'. Sein Herz hängt an dir,ach, und du bist jetzt auch mein einzig Kind. Komm',leg' deinen Backen wieder an meinen Backen. So.Jetzt sag', wie kommst denn du daher? Wie ist dir'sdenn gangen?"

Fränz schluckte die Thronen hinab, da sie dieMutter so beruhigt sah und dieselbe nicht wieder neuaufregcn wollte. Sie erzählte mit möglichster Um-gehung alles Erschütternden, wie sie das Brandun-glück erfahren und sagte zuletzt:

Den heutigen Tag, Mutter, den werde ich nievergessen. Was ich da Alles gedenkt und erfahrenHab'. O Mutter! und die Menschen sind so gut, wennsie einen im Unglück sehen; Alle, wo mit gefahren

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