Siebmzehntes Kapitel.
Die Sage vom Löwen und der Maus schien sichwieder zu erneuen; das erste fremde Menschenbild, dasDiethelm sah, war der Zeugmacher Kübler und setzterinnerte er sich, daß dieser sa der Sohn des Amts-dieners sei. Mit welch hochmüthiger Gönnerschafthatte Diethelm immer diesen armen Teufel betrachtet,und setzt überdachte er schnell, daß er ihm Alles ver-danken könnte, und wenn alle Mittel zu Schandenwerden — die Flucht. Daran aber war noch langenicht zu denken. Diethelm hob den Mantel von denSchultern in die Höhe, und wartete ruhig bis derdienstbeflissene sunge Kübler ihm denselben ehrerbietigabnahm; er streckte nun dem Amtsdiener die Handentgegen und sagte mit Heller Stimme in herablassen-der Höflichkeit:
„Guten Morgen, lieber Amtsdiener. Wollt ihreinen abgebrannten armen Verwandten nicht ein paarTage bei euch wohnen lassen? Habt ihr kein Zimmerfrei? Ich nehme mit einem kleinen vorlieb."
Diethelm glaubte zu bemerken, daß diese Anrededen verkehrten Eindruck machte, Alles was mit dem