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Trotz aller Widerrede vollführte Diethelm seinenAusspruch und zankte mit seiner Frau, daß sie so eineherzbrechende Miene mache. Erst als sie mit halb-unterdrücktem Weinen sagte, sie habe ja auch gesternihr Kind verloren, erwiderte er:
„Ja ja, das ist wahr, zum Teufel, daß ich dasauch immer vergeß'. Ich will gleich einen Boten andie Franz schicken, sie muß heimkommcn."
Martha stand am Fenster und weinte in denschneeigen Tag hinaus. Erst als Diethelm leise vorsich hinpfiff, wendete sie sich um und sagte:
„Um Gotteswillen Diethelm, was machst? Wiekannst du nur auch so sein? Was müssen die Men-schen von dir denken, wenn du nach so einem Falljetzt gar noch lustig thust?"
„Hast recht, hast recht, red' weiter nichts, hast recht,"sagte Diethelm hastig. Er erkannte schnell, daß seineFrau ihn auf das Entsprechende hinwies; allzuvielGleichmuth war wiederum verdächtig.
Eine gewaltige Veränderung war in Diethelm vor-gegangen. Nun die That geschehen war, mit all' ihremSchrecken, galt es mit gefestetein Muthe ihr Standzu halten. Er verbannte alle Weichherzigkeit und alser vor dem kleinen Spiegel stand und sein flockseidenesHalstuch umthat, hielt er die Zipfel desselben eineWeile ruhig in der Hand und betrachtete die stolz-sichere Miene, die er allen Vorkommnissen gegenüberbewahren wollte.
In der Wirthsstube, wo der junge Amtsverwesermit seinem Actuar und zwei Landjägern und noch