Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
132
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fassend. Munde sagte, daß es nichts sei, und er könnees nicht sagen, es sei schlecht und sie solle es ja nichtglauben, aber er sag's ihr nicht.

Nun drang Franz immer heftiger in ihn und schwur,ihr Leben lang ihn nicht mehr anznsehcn, wenn ernicht mitthcile, was er im Sinne habe. Da sagteMunde:

Es ist einfältig, es wäre besser gewesen, ich hätt'dir gar nicht gesagt, daß ich was weiß. Aber ich seh'schon, ich komm' so nicht mehr los.

Schwörst du mir, es nicht zu glauben und keinenHaß auf mich zu werfen und mich gern zu haben,wenn ich dir's sag? Nein, nein, ich kann auch sonicht, ich bring's nicht auf die Zung', nie."

Ich schwör dir Alles, ich bitt' dich, lieber lieberMunde, ich Hab' dich so lieb, ich bitt' dich, sag mir's,was ist? Was weißt?"

Es ist eigentlich dumm, und du könntest meinenwunder, was es wär', d'rum will ich's sagen, aberdu darfst's nicht glauben."

Nein, aber sag's."

Mein Medard hat einmal im Rausch gesagt,dein Vater woll' das Haus anzünden. Das ist Alles.Nicht wahr, du glaubfl's nicht? Ich bitt' dich nur,gieb' mir gleich Nachricht, wie cs den Meinigen geht.Wenn ich Urlaub bekomm', komm' ich morgen nach.Was hast? Warum redest denn nicht? Steh' dochauf."

Ja, sa," sagte Fränz wie träumend und erhobsich von der eisbedeckten Staffel, auf die sie sich gesetzt