Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
123
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Fast die ganze Nacht hindurch war Diethelm mitMedard beschäftigt Alles herzurichten. Die Mäuseliefen ohne Scheu wie toll hin und her, als ahntensie den Untergang des Hauses. Diethelm zitterten oftdie Hände, aber Medard war voll heiterer Laune, undwenn es Diethelm versäumte, lobte er sich selbst überhundert kleine Erfindungen, die er noch machte undkneifte sich selbst in die Wangen. Diethelm schauderteals Medard über die geweihten Kerzen im Kirchentoneeinen wild närrischen Feuersegen sprach.

Als der Morgen graute und ein lustiger Windpfiff wurden die Kerzen entzündet und Alles sorgfältigverschlossen, daß kein Lichtschein nach außen dringe.Diethelm sagte nun, daß er verreise.

Bis wann kommst du wieder?" fragte Medard.Betroffen sah Diethelm drein, daß ihn sein Knechtdutzte, aber er hielt an sich und erwiderte:

Bis gegen Abend."

Drum," erwiderte Medard,wenn du nicht auchda bist, wenn es loögeht, zeig' ich dich an, so wahrdie Lichter da brennen, oder nimm mich mit, ich willnicht allein da sein, daß Alles auf mich kommt."

Diethelm bebte vor Wuth, er sah, in welche Händeer gegeben war, er griff sich hin und her am Hals,denn er fühlte, wie es ihm die Kehle zuschnürte, end-lich brachte er unter Zähneklappcrn die Worte hervor:

Kannst dich drauf verlassen, daß ich Abends wiederda bin, da, da hast mein Hand drauf."

Kaum hatte Diethelm die Hand Medards gefaßt,als er ihm einen Stoß vor die Brust gab, daß er