Dreizehntes Kapitel.
Es läßt sich kaum sagen, was in dem beiderseitigenBlicke lag, als sich Diethelm und Medard am Morgenzum Erstenmale im Tageslicht begegneten, nur mitBlitzesschnelle streiften sich ihre Blicke, dann schauteJeder vor sich nieder. Medard aber war wiederschnell gefaßt, griff in die Tasche und sagte: „Da,"wobei er Messingschrauben zeigte, indem er mit trium-phirendcr Miene hinzusetzte: „Die Hab' ich heut' schongeholt."
„Vergrab' sie," sagte Diethelm und winkte deinMedard nach dem Stalle und fuhr hier fort: „Dusagst doch deinem Vater nichts?"
„Nein, das ist nichts für einen Sympathiedoctor.Der Ofen muß aber heut' geheizt werden, denn brennt'san einem andern Ort, da merken sie, daß die Schraubenund Kloben fehlen. Das Flugfcuer kann nicht zünden,i>ie Dächer sind mit Schnee bedeckt. Aber Meister,"fuhr Medard fort, das Wort ging ihm schwer heraus,„wie ist's denn? wollen wir die Schaf' nicht an einenOrt thun? Ihr wisset ja wohl, die sind blitzdummund können das Funkeln nicht leiden und laufen grad'drein 'nein!"