Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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stampfte auf den Boden vor Zorn und Neue, daß erihn nicht erdrosselt hatte. Jetzt war das nicht mehrmöglich, von der Stube aus hörten die Dienstleute imNebenbau den Hülferuf. Welch ein ausgcspitztcr Bösc-wicht war es, an den er zeitlebens gefesselt war, auchnicht einen Augenblick hatte er sich besonnen, die Thalzu vollführen, während er selbst doch so gräßlich mitsich gerungen hatte. Diethelm knirschte in sich hinein,da er die Unterthänigkeit gewahr wurde, in die seinimmer noch weichmüthigcs Naturell gegenüber diesemversteiften, hartgesottenen Bösewicht gerietst, äußerlichaber war er freundlich und zuthunlich, und nickte zudem Vorschläge, da Medard sagte, man müsse vomobern und zweiten Boden Bretter aushebcn, daß dieFlamme rasch einen Durchzug fände, bevor sie Hinaus-schlage.

Schwer ist oft die Verzweiflung, die einen Menschenheimsucht, der einsam den Weg des Verbrechens wan-delt, aber einen Genossen haben ist höhere Pein,man kann den eigenen Mund hüten, daß er nicht rede,die eigenen Mienen, daß sie nicht zucken und es kannTage geben, wo man Alles vergißt und sich ausredetwas geschehen ist; in einem Genossen aber spricht beiseiner Begegnung die That sich aus, ohne Wort, ohneWink, und weilt er ferne, wer behütet den Mund, werwahrt die Mienen, daß sie nicht den Ahnungslosen in'sVerderben reißen?

Das erkannte Diethelm als er wieder allein warund es ihm vorkam, als knistere cs schon in denWänden. Als der Hahn krähte erwachte Diethelm