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wenn man nicht noch so viel als möglich bei Seiteschaffe, aber Diethelm wehrte strenge ab, er hatte dasWort aus der Zunge, aber er schämte sich es zu be-kennen, daß er nicht auch noch zum gemeinen Diebewerden wolle, er suhlte voraus den höhnischen Spottseines Genossen und wies nur auf die Gefahr hin,die solches Beiseiteschleppcn, ohne daß man's ahne,mit sich führe. Medard hatte wohl zu vcrtheidigendeEinwände und Diethelm fühlte sich geneigt strenge znbefehlen, daß Alles nach seiner wohlbedachten Anord-nung ausgeführt werde, aber indem er den Befehl aus-sprach, verwandelte er ihn in eine Bitte, und es klangfast wehmüthig, wie er den Medard bat, um seinerBeruhigung willen nichts hinterrücks zu thun und alleseine Anordnungen auszuführen.
Medard hatte sich während dessen gemächlich Knieund Wade eingeriebcn, und als jetzt Diethelm schloß:
„Wir sind doch eigentlich ganz gleich, ich thu' Alleswegen meinen Verwandten und du thust Alles wegendeinem Bruder, da schaute Medard grinsend auf undsagte:
„Aber mein Bruder ist jetzt euer einziger undnächster Verwandter, eure Letzweiler Krattenmacherhaben schon genug gekriegt und für den Munde thunwir Alles und ihn: muß Alles bleiben."
Diethelm biß sich die Lippe blutig über diese frecheRede, die ihm in's innerste Herz griff, aber er schwieg;er sah, wie der kecke Bursche ihn jetzt schon zu meisternbegann und schaute mit Grauen in die Zukunft. Erfaßte einen tödlichen Haß gegen den Gesellen und
Auerbach, Dorfgeschichten, 3, Band, 8