Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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Elftes Kapitel.

Der Schnee wirbelte um ihn her und Diethelmfuhr durch die Nacht dahin heimwärts, seine Wangenglühten und die Schneeflocken, die darauf fielen, konn-ten die Gluth nicht löschen. Am ersten Berge hielter an, öffnete den Kutschensitz, aber nicht um seinenInhalt, verborgen vor jedem Späherauge, zu zerstreuen;er legte drei der geweihten Kerzen noch zu dem Kien-holz. Er fühlte einen Stich durch's Herz, und dochbewegte ihn ein freudiger erfindungsreicher Gedanke:Diese Kerzen brennen eine volle Tag- und Nachtlänge,mit ihnen läßt sich verdachtlos etwas bewirken.

Im Schritt den Berg hinanfahrend überdachteDiethelm sein ganzes vergangenes Leben. Er spürteein Jucken in den Augen, als er der unsäglich vielenFreuden gedachte, die er seinen Eltern und allen seinenAngehörigen bereitet hatte, und plötzlich stand es vorihm, daß sein Bruderskind in Eiend verkomme, wenner nicht dem Kübler zur Ansäfsigmachung verhelfe.Alles, was er thue, sei ja zum Guten. Und jetzt wares, als sähe er seine Franz, wie sie unter den Men-schen hcrumgestoßen würde, die kein Erbarmen haben