Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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waren, erkannte er nun in ihrer offenkundigen Schlech-tigkeit und hatte vielerlei Streit und Gerichtsgänge.Noch böser hatte es Martha daheim. Leute, die siesonst nicht lange bei sich geduldet hätte, saßen setzt ofttagelang auf der Ofenbank, denn sie ließen sich nichtdamit abweisen, daß Diethelm nicht zu Hause sei, siewollten seine Rückkunft abwartcn und Martha, die vorZorn und Kummer fast vergehen wollte, mußte nochfreundlich thun, mußte diesen Leuten zu essen und zutrinken geben und sich fast entschuldigen, wenn sie etwasfür sich bereitete, denn sie sah nicht undeutlich diehöhnisch frechen Blicke, als ob sie vom Eigenthumfremder Menschen lebte. Sie fürchtete sich, die Stubezu verlassen, denn sie wußte, wie hinter ihrem Rückenüber den Verfall dieses Hauses gesprochen wurde undwie bald die Kunde hievon landauf und landab sichausbreitcn würde. Oft war es Martha als sollte siedas ganze Haus mit Allem was darin ist verlassenund davon rennen; es war ja himmelschreiend, wieihr einziges Kind sie so heimtückisch verlassen hatte undwie ihr Mann sie dem Elende und der Schandepreisgab, während er lustig lebte. Dennoch war siewie sestgebanut an das Haus und endlich griff sieihren letzten Hort an, es war dieß eine nicht unbe-trächtliche Summe, die sie verborgen hatte und dieman erst nach ihrem Tode finden sollte. Mit diesererledigte sie sich nun der Klettenschulden und Diet-helm war bei seiner Heimkehr überaus wohlgemuth,als er solches vernahm. Als sie ihm den Rest übergab,sagte sie: