Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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Fünftes Kapitel.

Während die beiden Brüder draußen vor demThore sich über das Leben ihres Meisters besprachen,saß dieser drinnen beim Sternenwirth im hinternStübchen vor einer Flasche vom Besten, die der Stcrnen-wirth zu Ehren seines Gastes austischte und dabei seineFamilienverhältnisse darlegte.

Halb klagend, halb ruhmredig erzählte er, wie sichdie Zeiten ändern, er selber sei noch Metzger gewesenund habe dabei gcwirthet, jetzt aber müsse ein Wirthalle Sprachen kennen und ein Handwerk danebentreiben sei gar nicht denkbar, sein Wilhelm sei aberauch in Genf undauf der Universität von allenKellnern, im Schwan in Frankfurt gewesen."

Diethelm zeigte sich diesen Mittheilungcn besondersthcilnchmcnd und aufmerksam, denn es ist dem ban-genden Herzen oft nichts erwünschter als durch Auf-nahme fremden Schicksals seines selbst zu vergessen.Während der Sternwirth erzählte, hatte sich eine vondessen Töchtern und der Sohn angelegentlich mit Fränzbeschäftigt und waren oft in lauten Scherz auöge-brochcn; der Sternwirth rückte nun, von der Thcil-