Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
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Bist alleine oder hast die Frau bei dir?"

Ist das zimpfere Mädle dein' Franz?"*) '

Solche und viele andere Anreden bestürmten Diet-hclm von allen Seiten und manche Gabel deutete nachihm und mancher Kopf drehte sich um, denn die, dieihn kannten, zeigten ihn den Fremden und eine Weilewar alle Aufmerksamkeit nach ihm gerichtet. Erregteder Dust der Speisen einen ungeahnten Hunger, sogab dieses allgemeine Ansehen eine andere Sättigung.Eine Kellnerin fragte Diethelm nach altem Brauche,was er befehle, aber die Wirthin, die eben durch dieStube ging, schnitt ihr das Wort ab, und sagte:

Der Herr Diethelm sitzt in die Herrcnstrche, derAdvokat Rothmann sind auch schon drüben und unter-halten sich mit der Franz."

Die Franz soll da herein kommen," entgegneteDiethelm und so laut, daß es Alle hören konnten,wennder Advokat Rothmann was von mir will, kann er zumir kommen, ich lauf ihm nicht nach, ich Hab' Gott-lob nichts mit ihm. Ich bleib da unter Meines-gleichen."

Man sprach davon, daß es einen barten Wahl-kampf geben werde, wenn Diethelm gegen den Roth-mann als Mitwerber um die Abgcordnctenstelle auftrete;Diethelm lehnte mit halber Miene jede Bewerbung ab,und stimmte selber in das Lob Rothmanns ein, deralsfadengrader" Ehrenmann gepriesen und oft beiseinem Beinamender Schweizertell" genannt wurde,

Franz Franziska.