Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
6
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bunt gestickte Reisetasche ab, der Hausknecht, der heuteseinen großen Tag hatte, war doch bei der Hand, undwährend er die Aufhaltketten der Pferde löste, halfihm ein Schäfer dieselben aussträngen.

Ist Alles in Ordnung, Medard?" fragte Diethelmden Schäfer, indem er sich neben die Pferde stellte,der Schäfer bejahte und eilte dem Mädchen nach undraunte ihm schnell zu:

Mein Munde (Raimund) ist auf Urlaub auchhier."

Das Mädchen crröthete und antwortete nichts, esband sich die Haube fester, indem es in das Wirths-haus trat.

Der Schäfer Medard eilte zu seinem Herrn zurückund sagte, daß er schon beim Einfahren von einemHändler angehalten worden sei, wie theuer er ver-kaufe.

Wie ich dir gesagt habe," erwiederte Diethelmruhig,siebzehn Gulden das Paar und keinen rothenHeller weniger. Sag nur, dein Herr sei der Diethelmund der laß' nicht mit sich handeln. Wir nehmen unserVieh wieder heim, es ist mir so lieb wie baar Geld."Der Schäfer nickte, in seinem gerötheteu Antlitze, das voneinem langen zottigen Backenbarte eingefaßt war, zucktees; er ging davon, wobei man ein Hinken am rechtenFuße bemerkte.

Diethelm streichelte die Rappen und lobte sie, daßihnen trotz des scharfen Fahrens kein Haar krummgeworden sei, er ließ sie deshalb nicht sogleich nachdem Stalle bringen, sondern hielt sie noch auf, bis sich