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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsatze.

Gerippe freigehalten und cs ist interessant, zu sehen,wie sic die Symbole auf den Grabmabn der Hei-den allmählich zu Symbolen des Christenthums ver-wandelt haben. So kommen z. B. die beiden Ge-nien mit der Fackel, die Delphine, ja selbst derVogel mit dem Schmetterlinge Anfangs noch vor,bis nach und nach aus dem Vogel die Taube desNoah mit dem Oelzweige, aus den streitenden Häh-nen auf heidnischen Grabmalen der Hahn des Pe-trus, aus den Löwen die Löwen Daniels, aus denGenien Engel, aus den Delphinen weidende Schaafowerden und statt der Götter- und Heldcngeschichtedie Geschichte der Bibel auftritt. Selbst die kleinernSymbole der ersten, zumal römischen Christen, derAnker, die Leier oder gar Orpheus mit der Leier,das segelnde Schiff u. s. waren alte Symbole.

Dem Dunkel der nordischen Mitternacht bliebes aufbchalten, dem Tode Schloß und Burg, eineRittergestalt vor dem Thor der Holle und zuletzt dieGalanterie zu geben, daß er mit allen Standen derErde umhertanze. Zum Christenthum gehört dieseben so wenig, als zur Religion des Dalai-Lamain Tibet.

Gern sehen wir hinweg von dieser Maske aufdie geistigen Hoffnungen, die uns das Christcnthumgebracht hat. Nicht Bilder hat es uns gegeben:denn diese sind nur für Kinder; sondern eine hel-lere Wahrheit. , Und eben diese hellere Wahrheit hatjene Bilder verdrängt, die nur in der Morgenrcthedes Erwachens dem menschlichen Verstände zureichendseyn konnten. Offenbar sind wir, wie über das