II. Antiquarische Aufsätze.
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An die Nemesis.
Ein or phischer Gesang*)^
Nemesis, größte Göllin, du Königin- hör', ich rufeDich, die alles schauer, die aller Sterblichen LebenDurchblick!, vielverehrte, du Ewige, die der Gerech-ten
Sich erfreuet allein und immer die Regel verändert,Immer ändert das Maas, das das Glück der Sterbli-chen abmißt.
Mächtige, deren Zaume die Lebenden alle den RackenFürchtend beugen, sie alle, die dein entscheidender Spruch
trifft:
Denn du kennest alles, und hörest alles und theilestRecht und Schicksal; auch ist dir keine der Seelen ver-borgen ,
Die, verachtend die Regel des Rechts- muthwillig hin-ausstürm r.
Komm o du hocherhabne, du reine, selige Göttin,Komm, den Geweiheten hold, daß richtige Sinne sie
haben
Und beruhig' in ihnen feindselige, stolze Gedanken,Ungerechte Begierden, die fern der Regel des Glücks
sind.
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*) R^r»n. Orpkio. 6c>.