II. Antiquarische Aufsätze.
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meriu der Begierden, eine Feindin alles Uebcrmuthsund Uebermaaßes in menschlichen Dingen, die, so-bald sie dieses gewahr wird, das Rad kehret, undein Gleichgewicht hcrstellt. Ware mir der Ausdruckerlaubt, so würde ich sie
Die mißbilligende Göttin desUcber-muths nennen, die nämlich dem Sterblichen folgt,und ihm die kleinste Ueberschreitung ernst verdenket.Das war der moralisch-feine und sehr philosophischeBegriff, den die Kunst der Griechen aus jener ro-hen Materie von der Veränderlichkeit des Glücks,von seinem Unwillen an Uebermuth und Stolz, vomNeide des Schicksals u. f. gelautert empor zog; wo-bei) ich aber nicht laugne, dass der Name Nemesisund noch mebr ihr Beiwort Adrastca, je nachdemman dasselbe ableitcte und heraufhvb*), auch hie und
*) Die Nemesis als Ad rast ea bekam nach Strabovom Tempel des Adrastus diesen Namen; da aberdas^Wort auch eine unentfliehbare, eine imme r-Wirksame bedeuten konnte, und dieser Sinnsich zu ihrem Amt sehr wohl schickte- so konntees nicht fehlen, daß der Begriff immer erhöhetwurde, daher sie P h urn ut us (Lnp. -3.) garals die Macht der hohen Schicksale ansieht undder Verfasser des Buchs xowz/.ov unterdesAristoteles Schriften lo. 7 .) sic eben so hoch hin-aufrücket. Gleich weit holt Ammianus Mar-cellinus (I. ist. c. ii.j de» Begriff derselbenher, ob er gleich nachher selbst aus die Idee desgemeinen Ausdrucks trifft, sobald er sich ihrersymbolischen Beschreibung nahet. So will sie