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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

für ihre Beisitzerin und Tochter erkläret; aber auchmit ihr ist sic nicht ganz dasselbe. Die Gerechtig-keit halt die große Waage der Wiedervergcltung inihrer Hand: sic merkt und belohnt alles Gute, sie

wagt und straft alles Bose. Oft strafet sie spat unddesto fürchterlicher; dergleichen Strafen die Griechenzum Ungeheuer der Pöna personisicirten *), da dannauch die Erinnyen und alle Zufälle des Schick-sals Dienerinnen der Gerechtigkeit wurden. Solcheinen weiten Begriff hatte diese Tochter, oder wiePlato sagt, dieser auf sch ende Bote der Ge-rechtigkeit nicht, in dessen Gebiet zu greifen die nachjencni Hymnus der Mutter Recht und Macht hat.

Endlich auch keine Fortuna ist Nemesis,so nahe sich abermals die Begriffe beider bcgranzen **).So lange sie den Elückszustand freundlich begleitet,ist freilich das gute Glück de>; so-

bald sic finster hinein blickt, verwandelt es sich inUnglück»

Also eine Machthaberin über Glück und Unglück,eine beschrankende Bewahrerin des Glückes, gleichsamdie Zunge an der Glückswaagc; kurz

DieGöttin desMaaßes undEinhaltSist Nemesis; die strenge Aufseherin und Bezah-

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") Alle ihre Symbole sind von den Symbolen desGlücks verschieden; indes erklärte sie schon He.sychius durch und mehrere sind

ihm gefolgt.