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II. Antiquarische Aufsätze.
für ihre Beisitzerin und Tochter erkläret; aber auchmit ihr ist sic nicht ganz dasselbe. Die Gerechtig-keit halt die große Waage der Wiedervergcltung inihrer Hand: sic merkt und belohnt alles Gute, sie
wagt und straft alles Bose. Oft strafet sie spat unddesto fürchterlicher; dergleichen Strafen die Griechenzum Ungeheuer der Pöna personisicirten *), da dannauch die Erinnyen und alle Zufälle des Schick-sals Dienerinnen der Gerechtigkeit wurden. Solcheinen weiten Begriff hatte diese Tochter, oder wiePlato sagt, dieser auf sch ende Bote der Ge-rechtigkeit nicht, in dessen Gebiet zu greifen die nachjencni Hymnus der Mutter Recht und Macht hat.
Endlich auch keine Fortuna ist Nemesis,so nahe sich abermals die Begriffe beider bcgranzen **).So lange sie den Elückszustand freundlich begleitet,ist freilich das gute Glück de>; so-
bald sic finster hinein blickt, verwandelt es sich inUnglück»
Also eine Machthaberin über Glück und Unglück,eine beschrankende Bewahrerin des Glückes, gleichsamdie Zunge an der Glückswaagc; kurz
DieGöttin desMaaßes undEinhaltSist Nemesis; die strenge Aufseherin und Bezah-
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") Alle ihre Symbole sind von den Symbolen desGlücks verschieden; indes erklärte sie schon He.sychius durch und mehrere sind
ihm gefolgt.