II. Antiquarische Aufsätze. 38 1
rnahlde. * *) Mehrere Stellen der Dichter beschreibensie und ein Hymnus, **) den Johann von Phila-delphia einem Mosodcmus zuschreibt, von welchemuns sogar ein Theil seiner Gcsangwcise übrig geblie-ben, macht sie in ihren Attributen so kenntlich, alsob eine Reihe von Bildsäulen vor uns stünde.
ihren Füßen fehlt, welches eigentlich nur aufAnaglyphen gehört und auch auf ihnen nicht al-lenthalben vorkommt. In der Geschichte derLtunst (S. Hs8. Drcsd. Ausg.) hatte Wiiikelmann«ine andre Nemesis ats eine sitzende Statue mit!Geißel und Schellen angeführt; durch das Be-^kenntniß, daß Jenes die einzige Statue dieserGötti» sey , (Monum. p. 3o.) nahm er mit Rechtstillschweigend seine Behauptung zurück. So we-nig das Sitzen, als die Geißel und die Schellenkommen der Nemesis zu, nach ihrem Charakter,
*) kitture cl'blvcol. D, Hl, tnl>. io. Sie steht miteinem Schwert in der Scheide; daher ich sie eherfür eine rächende Gerechtigkeit, als für die Ne-mesis halte. Wenn Winkelmann (Allegor. S. 5H)den Genius, der bei der verlassenen Ariadne steht,(kittnr. ä'Lrcol. IV kl, tab. lg.) für eine Ne-mesis halt, hat er, wie mir es scheint, ihre Ideeverfehlt. Die Nemesis ist keine Wiedervergeltung,wie sie zur Ariadne, oder hinter den Theseus ge-hörte; auch hat der Genius keine die Nemesisbezeichnende Attribute.
*') lVIem. ele 1'Acaä. äes Insor. ssV VII. p, a8g,Amsterd. Ausg. Lrunk. annal, n, -Zl.
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