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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II/ Antiquarische Aufsahe.

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I > !

I.

Nemesis,

sine Personifikation der Dichtet.

Eine der bedeutungsvollesten und feinsten Dich-tungen der Griechen war die Nemesis; eine sovielgewandte Idee, daß sie im Deutschen schwerlichLurch Ein Wort ausgedrückt werden könnte.

Bei Homer kommt sie als eine personistcicteGöttin noch nicht vor, obwohl der häufige Gebrauchdes Ausdrucks: « ,Darin ist kein Ta-

del , das wird oder das wolle niemand mit Unwillenansehn" nebst vielen andern, die ihm verwandt sind,gnugsam zeigen, wie tief die Empfindung dessen wasdurch die Göttin bedeutet ward, in der Seele desDichters oder in der Denkart seiner Helden gelegenhabe *).

*) Man sehe in Damms Homerischem Wörterbuchdas Verzeichnis der Ausdrücke Homers unter, »-5^-o-sico u. s. Der Schluß dieser Ab-handlung giebt einige Proben, wie sehr der älte-ste Dichter, auch ohne sie zu nennen, dii Nemesisverehret habe.