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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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den Ort unseres Zusammentreffens bei diesem See bestimmte,denn bisher hat mein Auge noch kein so herrliches Schauspiel ge-sehen."

Und das deßwegen, weil Ihr Euch so viel unter den Dela-ware» unigetrieben, in deren Land es keine See'n gibt. Weiternördlich und weiter westlich gibt es solche kleine Wasser genug;und Ihr seid jung und erlebt es wohl noch, sie zu sehen. Aberwenn es auch andere See'n gibt, Wildtödter, so gibt es doch keineandere Judith Hutter!"

Ans diese Bemerkung lächelte sein Begleiter, und dann senkteer seine Ruderschanfel in's Wasser, als berücksichtigte er die Hasteines Liebenden. Beide ruderten jetzt kräftig, bis sie sich ans hun-dert Schritte dem -Kastelst näherten, wie Hurry vertraulich dasHaus Hutters nannte, wo sie wieder mit Rudern iune hielten; undder Anbeter Judiths zügelte seine Ungeduld um so leichter, alser bemerkte, daß das Gebäude im Augenblick von Bewobnern leerwar. Diese neue Pause sollte Wildtödter in Stand setzen, dassonderbare Gebäude zu betrachten, dessen Bauart so neu war, daßsie eine eigene Beschreibung verdient.

Mnskrat-Kastell, wie das Haus witzig benannt worden warvon einem muthwilligen Offizier, stand im offenen See, eine volleViertelmeile vom nächsten Punkt des Ufers entfernt. Auf denbeiden andern Seiten erstreckte sich das Wasser viel weiter, denndie Entfernung von dem nördlichen Ende des Sce's betrug etwazwei Meilen, und von dem östlichen Ufer beinahe, wo nicht ganz,eine Meile. Da nicht das Mindeste von einer Insel zu sehen war,sondern das Haus auf Pfeilern stand, das Wasser darunter durch-floß, und Wildtödter schon entdeckt hatte, daß die Tiefe des See'sbeträchtlich war, fragte er begierig nach einer Erklärung diesessonderbaren Umstandes. Hurry löste ihm das Näthsel, indem erihn belehrte, daß auf dieser Stelle allein eine lange, schmale Sand-bank, die sich nördlich und südlich einige hundert Schritte weit