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Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
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408 Aelteste Urkunde

Die sinnlichsten und ältesten Auslegungen sind auchdie simpelsten und wahresten, sie bleiben auch derUrkunde näher! Das Licht der Gottheit, was vonseiner höchsten Höhe danieden alles durchschimmcrt:das heilige Menschenbild und Menschen-antlitz, was in all seinen Gestalten, Ausmessun-gen und Kräften angewandt wird: das Bild dergeraden und umgestürzten Waage viel-leicht gäbe cs keine sonderbarere Probe des mensch-lichen Deutungsvermögens, als wenn einuneingcnommcner, klarer, philosophischer Kopf, (einRabe z. E.) uns das Buch Sohar in seiner simpel-sten Naturgcstalt, mit der einfachsten, nothdürf-tigsten Beihülfe gäbe! Es ist des Altcrthums we-gen und als Eine der Quellen dieses Feldes dochso merkwürdig!

Offenbar also durch sich, und Wenns auch nichtdie ganze Tradition bestätigte, sind diese Sephi-roth ein chaldäisches Kunststück. Dem ganzenBau nach: die Auslegung des ersten Tagwerks ist

schon vorgeschoben: die Eintheilung in die Welt derJnwohnung, des Ausflusses, der Schö-pfung, der Bildung und endlich des Bauesist nichts minder als mosaisch, ist ganz chaldäisch: eben das macht auch, daß man die UrkundeMoses, in der man selbst nicht solche Hieroglyphesuchte, und die man denn auch mit solchem Vor-dersätze nicht hier suchte, so wenig in diesem Typustvahrgcnommen man mußte den ganzen Gangmit Hülfsbegriffen und Zwischenidecn gegangen seyn,der hier entwickelt worden, sodann wird alles offen-bare Ucbertragung. In der Figur sondert sich