Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
Entstehung
Seite
386
Einzelbild herunterladen
 

386

Ae kieste Urkunde

Mit Einem mal ergiebt sich nun Alterthnm,Tiefe, Umfang und weitverbreitetes Ansehndieser Sekte oder Sekten! Waren sie nichts alsSprösslinge der ältesten Philosophie und Urkundabcr-glaubens in der Welt: von jeher von Persien undEhaldäa hinab bis hin in Aegypten verbreitet: dieältesten Religionen all dieser Lander nichts als Acsteund Stamme Einer und derselben Wurzel wenngleich alle diese Stamme nun schon wie vermodertwaren und alle neu aufblühende Absenker sich fernvom Urfprungsort verloren hatten: die Wurzel lagnoch immer verscharrt da: überall konnten Gnosti-ker. keimen. All' im Grunde Eins, jede Sekte nachLandstrich, Zeit, Genie, Anwendung verschieden:der schwarze Aegypter und der feuerhelle Perser, wennsic beide Gnostiker waren, und beide ihre Gnosiszur christlichen Religion mischen wollten: so mußtedas noch immer so verschiedener Trank werden, als der Mischer war und die Gewächse selbst waren.Gnosis war eine Sündfluth alter trüber Weis-heit, die von Baklrien bis Arabien und Ae-gypten hinabrann, überall bei ihrem langen fau-len Stillstände Land und Leim aufgelöst, und sichalso nach dem Boden jedes Erdstrichs garstig genuggefärbt hatte: da das Leimwasser in christlicheGefäße gefüllt wurde, konnte es überall, in Asienund Afrika, gleich aussehcn? Konnte das Gefäßim Schlamme des Wassers, das noch nicht abge-standen war, etwas ändern?

Nun ergiebt sich ihr großer Haß gegen die I u-denreligivn und Moses; ein sonst unerklärtesund unerklärliches Phänomen wird nichts als Gang