des Menschengeschlechts. 32 c
„Der Geist verfiel mit seinen eigenen Princi-„pien in Liebe: cs ward Mischung — Anfang der„Schöpfung aller Dinge!"*) Mich dünkt, wirhaben in der ägyptischen Mythologie diese Urerzeu-gung durch Liebe und Begierde, im männ-lichen und weiblichen Urgründe derSchöpfung
„ PHthas und Neitha!"
„Und ihrem Erstgebornen, PHan es, demKinde der Liebe!"
genug gesehen.
„Der Geist erkannte noch seine ei-„gene Schöpfung nicht," das ist noch immer,wie es die ägyptische Mythologie nannte, Nachtund Geist brüteten auf dem großen gestaltlosen Ei-dunkel — Himmel und Erde war noch in einander,der Nachtgeist webte und Phanes war noch nicht da!
„Aus diesem Brüten, dieser Ver-bindung des Geistes, ward Mor;„Schlamm, Wassersäule und Mi-
schung—aus der alleSamen der Scho-„pfung kamen" und siehe! wieder bis aufWort und Name
„die ägyptische Mout, Mot, Buto."
Das Wort heißt im ägyptischen auch Schlamm,'oder vielmehr „Wa sse rfcu c hte, in der Same„der Fruchtbarkeit liegt" und seine Göttinnichts als die personisicirte Idee all dieser Attri-
*) Kumberlandä Sanchun. S. 2.
Herders Werke z. Net. ». Theos. V. sk