des Menschengeschlechts. 239
dienst: der Mensch geschaffen unter Thie-ren des Feldes. Uns? was ist uns ein Thier?In unfern Pallasten, Raisonemenskreiien, in un-fern von allem Lebenden in der Natur abgezogenenSteinhaufen, was ist uns ein Thier? Wer wirdsanders als zum Spiel oder zum Genüsse oder zumSystem ansehen? Wer unsichtbare Gottheit in ihmausspüren und Brüderschaft von ihm lernen? —Aber da, mein lieber Bücher- und Kihelphilofoph,frage einmal den einfältigen Landmann, Schäfer,Jäger: frage die Zeiten Aesops, Homers, desMorgenlandes, der Urwelt — was den Menschenein Thier war! wie geläufig mit ihm Bild, Sprache,Umgang; was unter den Menschen nach der allge-meinen Tradition der Volker alles von Thieren ab-gelcrnt sey. Du wirsts über die Brust wegläugnen,nicht wahr! Lüge! Posse! deindes arts et des raienees ist viel philosophischerund seiner — wohl! so siehe, was der Mensch,der unter Thieren lebt, noch täglich von ihnen lerneund merke? Ahnungen, Witterungen, Kräfte ver-borgener und kommender Natur, die ec an ihnenzu erkennen, wenigstens geneigt ist! wie's sinnlichenMenschen fast unmöglich werde, anders als durchsinnliche Bilder, der Kuh und des Goldkäfers, zureden, anders als durch so sinnliche Zeichen klugund aufmerksam zu werden — sie sind ihnen alles!Nun tiefer hinab; in ein neubewohntes Land, indie Urzeit der Welt hin, und Menschen und Thieresind Brüder! die sich also verstehen, und wechsel-weise lehren und gleichsam mit einander leben.Wenn nun überdem einmal durchs Urgepräge derReligion und ihres Vorbildes der Weg dahin ge-