Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
Entstehung
Seite
161
Einzelbild herunterladen
 

Aeltcste Urkunde deS Menschengeschlechts, ivr

Zuerst:Bild, Eemählde der Morgcnröthe undzugleich Schöpfungsgeschichte i " Aber habt ihr nievon einer Lehre unter dem Bilde, Meta-pher, Allegorie, Parabel, Fabel gehört?wie da nach der gemeinsten Schuldcfinition Etwasgesagt und Etwas anderes verstanden wird istsaber Dcppelvcrsiand deswegen? In einer Fabel,die ihre Sentenz hinter sich; in einem Gleichnisse,das seine Anwendung nach sich; in Allegorie undMetapher, die gar ihren zweiten Verstand in sichhaben wie weit waren wir, wenn die Schulca-pitcl wiederholt werden müßten!daß es da eineSeele gebe, die ganz durch den Körper durchschcine,daß dieser Körper, Bild, Eemählde ihr so angcpaßtseyn müsse, daß er nur ihr Symbol, sichtbarer Aus-druck werde: daß sinnliche Augen die Wahrheit nieanders oder so gern als verhüllt, und in der Ver-hüllung offenbar, verkörpert erblicken. Daß dies dieeinzige Lehre an Kinder, und an die ersten Kinderdes menschlichen Geschlechts gewiß, oder in der Weltkeine andere habe seyn können, daß zumal Schö-pfung der Welt einem sinnlichen kindlichen Men-schcngeschöpfc nicht anders, nicht schöner und lehr-reicher habe bekannt gemacht werden können wassoll ich schwätzen und wiederholen? Wcrs nicht be-greift, daß Lehre, die erhabenste, tiefste, abstraktesteLehre im Bildeunter Bilde gegeben werdenkönne, und cs doch bei diesem zwiefachen nichtsweniger als Doppelsinn sey der ist keines Sin-nes fähig."

Ist das, so ists noch weniger Doppelsinn, wenndas Eine im Bilde ausgedruckt, auch im Ml-Herders Werke i, Net, u. Lheee. V, L