des Menschengeschlechts. 169
wiß Schwärmerei — denn hals nicht auch etwa«in Schwärmer behauptet?
Und wenn das höchste Götter- und Wunder-werk offenbar auf den Segen der Ausbreitung,der Fortpflanzung fallt — welch ewiges Wun-der- und Schöpfergeheimniß ists auch für alle Phi-losophie, daß ein Geschöpf seines Gleichen,eine lebendige Schöpfung nach seinem Bilde, einGottcsbild erzeuge!
Und wenn sich hierauf doch Alles, Dauer,Gesundheit u n d G l ü c ks el ig k ei t des mensch-lichen Geschlechts, unendlich mehr Seiten und Zu-falle unserer Denkart, Religion, Moral, väterli-cher und mütterlicher Pflichten und äußerlicher Zu-stande, als man in einer dahingegebenen Blindheitglaubt, beziehen, stützen und umwcnden —
Und wenn eben dies die Drte sind, wo jetztdie Menschheir am meisten leidet — Menschheit!heiliges und entweiheres Bild Gottes! geschwächterund zerrissener Inbegriff aller Schöpfung! Tempel,in dem und an dem sich die Gottheit zuerst undnach Wunder-Zeichen und Propheten zuletzt zuoffenbaren würdigte — durch den Sohn! denAbglanz der Herrlichkeit Gottes! den Ein - undErstgebornen, durch und in dem Welten verfassetworden! den zweiten Adam! 0 Menschheit, wassolltest du sepn und was bist du geworden?