132
Aelteste Urkunde
mit Religion und Sprache, Woche und Sabbathzu einer so simpeln Zeit- und Zahlsigur zu Hülfezu kommen würdigte —
Wie sind seine Lehren so leicht und süß!
Väterlich hat er die Menschen gelehret, was siewissen.
"" II. Nun diese Bilderfigur symbolisch be-trachtet: Bilder, die, auf welche Art es auchsey, Zeichen von Sachen verstellen solllen: siehe daden grossen Beitrag Gottes zur Schrift undSprache! Erstes Muster und Vorbild!
Es ist schon gesagt, wie schwer es sey, Wor-te in Schrift, Bilder in Zeichen, Tönein Züge zu verwandeln. Die Späte der Entde-ckung, die verfeinerte Operation so vieler Seelcnkraftedabei, der seltne Zusammenfluß von Umstanden,durch den sie allein werden konnte, ist von anderngenug gezeigt. — Auch zeigt das Beispiel aller Wil-den , wie jede-Analvgie aus den Kräften der mensch-lichen Seele, der Anfang der Buchstabenschrift habenicht anders, als durch Bilder, Runen, Hierogly-phen leyn können. Es war ohne Zweifel leichter,die Sache selbst abzubilden und abbildcn zu wollen,als etwa den zehnten Theil vom Hauche, vom will-kührlich-zerstückle» willkührlichen Schalle des Mundes.
Aber auch nun Bild als Bild zu zeichnen— we>cbe Kunst! — wie kam der Mensch auf denGedanken? wann? wie versuchte crs? bei welchenBildern zuerst? wie gelangs? wie wards erhalten?