des Menschengeschlechts. 85
dort jeden Morgen! — herrlichste, älteste,simpelste Offenbarung Gottes!
Nun sehen wir, warum Me, die dies Ganzebisher sinnlich oder vernünftig verstellen wollen, esunglücklich haben verstellen müssen — weil ihnenGesichtspunkt, Schlüssel zum Ganzen fehlte. DieMaler, die jedes Tagwerk besonders verstellten —den großen Raphael*) nicht ausgenommen!— wasist daraus worden? Wie kann Gott vorgestcllt wer-den , indem er das Licht ruft, den Himmel weitet,die Erde Vorgehen hei^t, die Sonne macht, segnet
— jedesmal einzeln — wie kanns? Als ob Gottselbst vor dem Chaos erschrickt, als ob er angestrengt,gewaltsam und doch kindisch arbeite! — oder seineRuhe , als ob sic zuschauender Müssiggang würde
— muß cs nicht also werden? Das große GemäldeGottes, allweit wie Himmel und Erde, prächtigund schon wie der Morgen, und eben durch seinenerhabenen , stillen, ununterbrochenen Fortgang präch-tig — wird zerrissen, wird unterbrochen: der Un-sichtbare, dev hier nirgend erscheint, als in Thal,der immer nur
Will und — 's wird,
Gebeut, so stchets da,
der große Unvergleichbare, der nirgends inder Schöpfung ist, wie er ist, von dem alles
*) Er hat einige einzelne Tagwerke in seiner soge-nannten Bibel gewählt.