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Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
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des Menschengeschlechts. 85

dort jeden Morgen! — herrlichste, älteste,simpelste Offenbarung Gottes!

Nun sehen wir, warum Me, die dies Ganzebisher sinnlich oder vernünftig verstellen wollen, esunglücklich haben verstellen müssen — weil ihnenGesichtspunkt, Schlüssel zum Ganzen fehlte. DieMaler, die jedes Tagwerk besonders verstellten —den großen Raphael*) nicht ausgenommen!— wasist daraus worden? Wie kann Gott vorgestcllt wer-den , indem er das Licht ruft, den Himmel weitet,die Erde Vorgehen hei^t, die Sonne macht, segnet

— jedesmal einzeln — wie kanns? Als ob Gottselbst vor dem Chaos erschrickt, als ob er angestrengt,gewaltsam und doch kindisch arbeite! — oder seineRuhe , als ob sic zuschauender Müssiggang würde

— muß cs nicht also werden? Das große GemäldeGottes, allweit wie Himmel und Erde, prächtigund schon wie der Morgen, und eben durch seinenerhabenen , stillen, ununterbrochenen Fortgang präch-tig — wird zerrissen, wird unterbrochen: der Un-sichtbare, dev hier nirgend erscheint, als in Thal,der immer nur

Will und — 's wird,

Gebeut, so stchets da,

der große Unvergleichbare, der nirgends inder Schöpfung ist, wie er ist, von dem alles

*) Er hat einige einzelne Tagwerke in seiner soge-nannten Bibel gewählt.