des Menschengeschlechts.
73
Gottes ,,dc>ß der Mensch werde!" Vieh nndThier schuf Gott rein weg: ihre Natur und Artwird dem Philosophen daher auch immer einfacherund zcrgliederlicher scheinen: die Natur des Men-schen ist „Rathschluß," und wirds, trotz hun-dert philosophischer Systeme und Zergliederungen,bleiben.
Immer indeß Aufschluß und Entwickelung ge-nug, für das, was wir sind, zu leben. Der be-sondere Segen Gottes über das menschliche Ge-schlecht :
Seyd fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde
And machet sie euch unterthan und herrschet —
offenbares Unterpfand in seiner auszeichncndstcnBlnthe! Jede Thicrgattung hat beinahe ihr Landund Klima, aber die Erde ist den Menschen-kindern gegeben. Ueberall ist oder machen sie sichKlima: füllen die Erde, haben sie durch welcheKunstwerke überall verändert, herrschen über alleThicre, gar über sich selbst. Welche weise undgute Ordnung Gottes über die Fortpflanzungund Vermehrung, Leben und Tod, Mischung undVerschiedenheit der Menschen*) — Was sie sindund nicht sind? was in ihnen unterdrückt und nichtansgcrottet? wie weit gelenkt und nicht umgebildet
*) S. Süßmilchs göttliche Ordnung, ReimarusBetrachtungen u. dgl., deren Faßliches bis zumgemeinsten Unterricht hinunter, weit ausgebreite-ter seyn sollte, als es ist.