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Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
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des Menschengeschlechts. 65

die ganze Schöpfung scheint zu trauren, zweckloszu genießen und nicht genossen zu werden Wü-ste! ödes Gewimmel! der Puls der Schöpfungharret!

JstS möglich, ein solches Geschöpf, die Krone,die höchste sinnliche Einheit alles Sicht-baren! Wars: so gleichsam ein Nachbild,ein Repräsentant der Gottheit in sichtba-rer Gestalt. Wie wir uns den göttlichen Blick er-wägend, herrschend, gleichsam mit jedem Gedankennochmals schaffend denken: so dieser Untergott ein

Statthalter, ein Herrscher, die Gottheit in sei-nem Bild welch Geschöpf!

Die Gottheit berathschlagct noch schlafen dieKräfte der neuen Schöpfung! Diese Gestalt imBilde wäre sodann innig unendlich schöner, undlebender, als Fluren, Hain'und Gebirg' und Ely-sium! innig schöner und lebender, nlS Fisch undVögel, Gewürm und Thier oller Gattungen undArten! In ihn gleichsam der Gedanke, dieSchöpfungs- und H errsch u n gs g a b e desUnsichtbaren gesenkt! wie würde sein Blick!und Thal! Leben! Gestalt! Was wäredie ganze Natur gegen diese menschliche Seele>rathschlagcnd, wie er! schaffend, herrschend, dassichtbare Ebenbild der Gottheit!

Rathschlag ist vollendet

Gott schuf den Menschen, sein Bild!

Zum Gleichniß Gottes schuf er ihn;

Er schuf sie Einen Mann! und Ein Weib!

Herders WerkeNel. u. Theol. V, E